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Ian Mortimer - The Time Traveller’s Guide to Medieval England

Dieses Buch habe ich auf Englisch gelesen. Das Buch ist aber auch auf Deutsch erschienen unter dem Titel: „Im Mittelalter - Handbuch für Zeitreisende“.

Willkommen in England des 14. Jahrhunderts!

Ein Handbuch für all jene, die nur darauf warten, endlich ihre Zeitmaschine in Gang zu bringen, und all die Interessierten, die mehr Mittelalter wollen, als es die herkömmlichen Geschichtsbücher hergeben.

Das Cover des Romans "The Time Traveller’s Guide to Medieval England" von Ian Mortimer zeigt die stilisierte Darstellung eines Bauerns der Korn aussäht.

Drängende Fragen

Wer fragt sich nicht immerzu: Wie sah die Landschaft im Mittelalter Englands aus? Wie würde es auf dem Land oder in der Stadt riechen? Woran stelle ich fest, ob mich die Pest dahinrafft? Welches Toilettenpapier ist empfehlenswert?

All diese Fragen und noch mehr beantwortet dieser Reiseführer. Er lädt ein, Geschichte zu erleben, anstatt sie nur zu studieren. Egal ob gemeines Volk oder Lords und Ladys, mit diesem Handbuch ist man auf jede Lebenslage, für jeden Stand und selbst für ein Treffen mit dem König gewappnet.

Tipps zum Überleben

Zur eigenen Sicherheit geht dieser nützliche Helfer auch auf die Gefahren des Mittelalters und all seine Horror - Kriege, Lebra, Pest, die Mode und geröstete Lerche - ein.

Geschichte hautnah?

Das ist das zweite Buch der Reihe, das ich mir zu Gemüte geführt habe. Nachdem ich bereits das elisabethanische Zeitalter „bereist“ habe, war ich gespannt, ob mich auch die Beschreibungen des Mittelalters so abholen konnten.

Das Konzept, einen vergangenen Zeitabschnitt - hier 1300 bis 1400 - wie einen Reiseführer zu beschreiben, halte ich immer noch für spannend und unterhaltsam. Es beleuchtet naturgemäß Umstände des Alltags, die Geschichtsbücher niemals auch nur erwähnen würden. Das macht es gerade mit Blick auf das gemeine Volk und die unterschiedlichen Lebensweisen zu einem geeigneten Kanal, tiefere Einblicke zu gewähren.

Mittelalter altbekannt?

Trotzdem habe ich den Eindruck, dass ich aus diesem Buch weniger mitgenommen habe als aus der „Elisabethanischen Zeitreise“. Das Buch ist allgemein schon deutlich schmäler und vieles aus dem mittelalterlichen Leben war mir schlichtweg schon bekannt. Dass es auf den Straßen stinkt: kein Wunder, wenn man seinen Nachttopf dorthin entleert. Dass man nicht die Möglichkeit hatte, sich ein regelmäßiges Bad zu gönnen: auch nicht neu. Die Pest? Man kann wohl kaum nicht bereits davon gehört haben.

Empfehlung?

Auch wenn mich diese Lektüre nicht so schlau gemacht hat, als ich es gehofft hätte, war ich trotzdem gut unterhalten. Das Konzept ist und bleibt eine gute Idee, die Geschichte von anderer Seite beleuchtet, als es herkömmliche Geschichtsbücher tun. Es ist ein hautnaher Rundumschlag über viele Aspekte des alltäglichen Lebens im Mittelalter. Wer sein Wissen hier auffrischen will, der macht bestimmt nichts falsch.

Englische Version:

Deutsche Version:

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