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Evan Winter - The Rage of Dragons
Dieses Buch habe ich auf Englisch gelesen. Eine deutsche Übersetzung ist bisher nicht erschienen.
Als das Volk der Omehi vor 200 Jahren als Flüchtlinge an der Küste ihrer neuen Heimat strandet, gipfeln ihre ersten Schritte in einem Blutbad. Seitdem herrscht Krieg mit der einheimischen Bevölkerung. Um den gnadenlosen Krieg weiter fortsetzen zu können, ist diese gesamte streng hierarchische Gesellschaft darauf ausgelegt, alles dafür zu tun, um neue Krieger hervorzubringen.
Inhalt
Kenne deinen Platz!
In dieser Gesellschaft wächst Tau auf. Er gehört zu den „Commens“, dem einfachen Volk, das dazu existiert, um den „Nobles“ zu dienen. Er weiß, dass auch sein Weg irgendwann in den Krieg führen wird, und dass er dabei mit Gewissheit sein Leben lassen wird. Als sich in ihm der Plan formt, nach nur einer Schlacht als Invalider in sein Dorf zurückkehren zu können, erfährt er, wie wenig Wert das Leben eines „Commens“ wirklich hat.

Zerstörte Träume
Nachdem man ihm Alles entrissen hat, das ihm je etwas bedeutete, beschließt Tau alles dafür zu tun, um Rache an den Verantwortlichen zu nehmen. Dafür muss er nicht weniger erreichen, als trotz all seiner körperlichen Unterlegenheit der größte Schwertmeister zu werden, der jemals gelebt hat. Dafür ist er gewillt, selbst zu sterben.
Das Gesetz des Stärkeren
Wenn man nach dem sympathischsten Volk der Literaturgeschichte sucht, wird man wahrscheinlich nicht bei den Omehi fündig werden. Schon die ersten Seiten, in denen wir nach und nach die klar strukturierte Hierarchie dieser Gesellschaft vermittelt bekommen, schreit einen an, dass dieses Volk nicht die Guten sein können. Dabei begründet sich diese Hierarchie insbesondere auf physische Vorteile der so genannten „Nobles“. Die einzige Möglichkeit auszubrechen, besteht für Mädchen darin zu den „Gifted“ - Magiebegabten - zu gehören. Junge Männer können sich hingegen im Kampf hervortun, wenn auch sie damit eher ihren Tod als den gesellschaftlichen Aufstieg finden. Rosige Aussichten also…
Ein Buch wie eine einzige Schlacht
Alles ist somit auf den währenden Krieg ausgerichtet und ähnlich sieht es auch auf literarischer Ebene aus. Hat man den ersten Teil einmal hinter sich gelassen und mit Tau die Grausamkeit seiner Gesellschaft erlebt, reiht sich im restlichen Buch eine Schlacht nach der anderen aneinander. Mal dient die Schlacht der Übung, mal ist es ein Zweikampf, aber im Kern steht jedenfalls fest: Dieses Buch ist Krieg.
Nebenschauplätze?
Natürlich gibt es einige Nebenschauplätze, aber diese bleiben eher farblos neben der intensiven Schilderung des Kampfgeschehens. So ging es mir etwa mit Zuri der jungen Frau, in die Tau verliebt ist - denkt er jedenfalls. Ähnliches gilt für die politischen Verwicklungen.
Empfehlung?
Wer Schlachten und die Beschreibung von Kampfgeschehen liebt, der wird nach Überwindung der ersten paar Kapitel auf seine Kosten kommen. LiebhaberInnen von politischen Verwicklungen, ausgefeilten Charakteren mit Tiefe oder gar Emotionen, sollten vielleicht lieber Abstand nehmen, denn außer Wut und Rachegelüsten hat Tau als Hauptcharakter nicht mehr viel zu bieten
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Janne ist eine leidenschaftliche Leserin, die schon seit ihrer Kindheit Bücher verschlingt. Neben ihrer Liebe zur Literatur hat sie auch ein Faible für Brettspiele, die sie gerne mit ihrem Partner, Alex, spielt.
Auf unserem Blog, nerdwunderland, teilt sie ihre Meinungen, Empfehlungen und Kritiken zu verschiedenen Büchern, die sie gelesen hat. Sie schreibt über alle Genres, von Klassikern bis zu aktuellen Bestsellern, von Fantasy bis zu Sachbüchern. Sie möchte ihre Leser inspirieren, neue Bücher zu entdecken und ihre eigene Leselust zu wecken. Natürlich ist sie immer offen für Anregungen zu neuen Büchern oder Bücherreihen, Fragen und Feedback von ihren Lesern.