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Jay Kristoff - Empire of the Damned

Dieses Buch habe ich auf Englisch gelesen. Es ist allerdings auch unter dem Titel „Das Reich der Verdammten“ ins Deutsche übersetzt worden.

Da ich leider nicht weiß, wie einige Begrifflichkeiten ins Deutsche übersetzt wurden, bin ich bei der englischen Bezeichnung geblieben, soweit mir das sinnvoll erscheint.

Alles verloren?

Auch wenn die Rückkehr des Sonnenlichts in greifbarer Nähe war, hat Gabriel de León entschieden, dass der Preis dafür zu hoch war. So wendet er sich final gegen seine geschworenen Brüder und rettet den Gral vor dem Opfertod. Die Chance „daysdeath“ zu beenden, scheint für alle Zeit verloren, oder etwa nicht?

Das Cover des Romans "Empire of the Damned" von Jay Kristoff zeigt die stilisierte Darstellung einer Stadt.

Unerwartete Verbündete und das Versprechen auf Rettung?

Nach dem Verrat an seinen einstigen Brüdern machen sich Gabriel und der Gral mit neuen - unerwarteten - Verbündeten auf, um die Wahrheit über den Gral zu erfahren. Dabei werden sie von zweifelhaften Verbündeten begleiten, bei denen sie nie wissen, welche Ziele diese eigentlich verfolgen. Neben den Gefahren aus den eigenen Reihen, werden sie, wie nicht anders zu erwarten, von den Kindern des „Forever King“ verfolgt und geraten zwischen die Fronten von Konflikten, die lange vor ihrer Zeit bereits ihren Anfang nahmen.

Zerfressen von seinem Kummer und den ihn verschlingenden Hunger nach Blut, stehen die Zeichen schlecht dafür, dass Gabriel das Ende dieser Reise lebend erreicht.

Würdige Fortsetzung im bekannten Setting

Bereits der erste Band hat mich mit seinem düsteren, brutalen Setting in den Bann geschlagen. Vorbei die Erzählungen von Vampiren, die im Sonnenlicht glitzern. Dieses Setting setzt sich im zweiten Band nahtlos fort und wir erleben wieder eine Schlacht um die andere, die nicht selten mit einem breiten Sammelsurium von Verletzungen einhergehen. Wie gut, dass so ein „paleblood“ schwer zu töten ist.

Braucht es wirklich „spice“?

Dass Vampire klassischerweise auch als VerführerInnen daherkommen, braucht man eigentlich nicht mehr zu erwähnen. Entsprechend schwingt in der Verbindung der Vampire und ihrer Leibeigenen immer ein wenig das Bild von sexueller Dominanz mit. Ob man das aber so sehr vertiefen muss, dass die körperlichen Merkmale jedes Vampirs (ich wusste nicht, dass es so viele Adjektive gibt, um einen Waschbrettbauch zu beschreiben) so sehr hervorgehoben werden, als sei das wirklich relevant für die Erzählung (Spoiler: ist es nicht), weiß ich nicht. Gegen Ende des Buchs fand ich diese Umschreibungen, ehrlich gesagt, dann doch fast etwas nervig.

Ähnlich ging es mir bei den Szenen rund um das wieder aufblühende Liebesleben von Gabriel. Hier hatte das Ganze aber immerhin etwas mit der Handlung zu tun…

Aber…

Trotzdem gelingt es auch dem zweiten Band an den starken ersten Teil anzuknüpfen. Es bleibt düster und die Handlung weiterhin überraschend und spannend, wenn sich auch die Hinweise auf einen bestimmten Ausgang der Buchreihe verdichten und der Plot vorhersehbarer ist als noch im ersten Teil.

Empfehlung

Wer den ersten Teil mochte, wird den zweiten Teil auch nicht aus der Hand legen wollen. Vielleicht überspringt man ein paar Seiten, wenn man nicht ganz so sehr am Liebesleben von Gabriel de León interessiert ist. Ansonsten bleibt die Reihe weiterhin spannend und der dritte Band steht schon auf meiner Leseliste.

Englische Version:

Deutsche Version:

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Janne ist eine leidenschaftliche Leserin, die schon seit ihrer Kindheit Bücher verschlingt. Neben ihrer Liebe zur Literatur hat sie auch ein Faible für Brettspiele, die sie gerne mit ihrem Partner, Alex, spielt.
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