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Emma Törzs - Ink Blood Mirror Magic

Die Schwestern Esther und Joanna sind zwischen Magie und Mystik aufgewachsen. Ihr Vater, der Hüter einer kleinen Privatbibliothek voller magischer Bücher, hat die Beiden das eine oder andere gelehrt.

Eine entzweite Familie…

Esther, die ältere der beiden Schwestern, verließ kurz nach ihrem 18. Geburtstag das elterliche Anwesen. Seitdem haben sich die Schwestern nicht mehr gesehen. Esther schlägt sich seitdem durch die Welt, wechselt jährlich ihren Wohnort und stürzt sich von einem Abenteuer ins nächste. Joanna hingegen tritt zunehmend mehr in die Fußstapfen ihres Vaters.

Das Cover des Romans "Ink Blood Mirror Magic" von Emma Törzs zeigt eine stilisierte Zeichnung eines Füllers und einer Pflanze.

…können sie wieder zusammenfinden?

Als Esther am anderen Ende der Welt von mysteriösen Fremden bedroht wird und plötzlich fliehen muss, bricht über den beiden Schwestern das Haus der Familiengeheimnisse zusammen. Um zu überleben, müssen sie die Wirrnisse ihrer Vergangenheit aufdecken und die Wahrheit ergründen.

Interessanter Ansatz mit Schwächen

Magische Bücher, die ihre Magie mit dem Preis von Blut entfalten, sind eine gute Grundlage für eine spannende Geschichte. Darum hat es vor einiger Zeit auch einen Platz auf meinem (viel zu hohen) Stapel ungelesener Bücher gefunden. Leider braucht es aber etwas mehr, um aus diesem soliden Fundament ein fesselndes Buch zu machen. Dieses Etwas habe ich die gesamten 555 Seiten über vergeblich gesucht.

Langsamer Beginn

Ich hatte eine Geschichte über zwei Schwestern erwartet. Diese steckt auch irgendwo in den 555 Seiten, ist aber nicht die zentrale Handlung. Es dauert unglaubliche 300 Seiten, bis Esther ihre Station in der Antarktis verlässt, um sich auf den Weg zu ihrer Schwester zu machen. Natürlich passiert bis dahin etwas, aber es zieht sich so sehr, dass ich viele Seiten nicht mehr richtig gelesen, sondern nur noch überflogen habe. Danach wurde es dann aber durchaus unterhaltsamer, was nicht zuletzt an den lustigen Konversationen zwischen Esther und ihren unerwarteten Begleitern liegt.

Tiefgreifende Konflikte, Verrat löst sich doch von selbst

In diesen 300 Seiten wird wiederholt erwähnt, dass Joanna sehr darunter gelitten hat, dass Esther sie all die Jahre allein gelassen hat. Als ihre Schwester nach 365 Seiten plötzlich mit einer Reihe von Problemen bei ihr auftaucht, löst sich dieser mehr oder weniger tiefgreifende Konflikt zwischen den Schwestern innerhalb weniger Seiten und einer nicht näher ausgeführten Erklärung in Luft auf. So einfach kann Familienleben sein.

Eine Liebesgeschichte

Weil es nicht fehlen darf, fühlt sich Joanna, die offenbar bisher wenig Gelegenheit zu Romanzen hatte, spontan zu einem von Esthers Anhängseln hingezogen. Das Gefühl ist gegenseitig. Dass besagte Person ihr Vertrauen ausnutzt, um das absolut Richtige zu tun, behindert das Happy End am Ende auch nicht (nochmals sorry für den Spoiler).

Empfehlung?

Wem nach seichter Lektüre ist, die sich nicht lange mit zwischenmenschlichen Konflikten aufhält, der könnte in der Welt dieses Buchs vielleicht das eine oder andere finden, das ihn/sie bei der Stange hält. Es ist jedenfalls kein Buch, das einen gedanklich noch lange begleitet, aber das muss es vielleicht auch nicht.

Englische Version:

Deutsche Version:

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Janne ist eine leidenschaftliche Leserin, die schon seit ihrer Kindheit Bücher verschlingt. Neben ihrer Liebe zur Literatur hat sie auch ein Faible für Brettspiele, die sie gerne mit ihrem Partner, Alex, spielt.
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