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Adrienne Young - The Unmaking of June Farrow

Dieses Buch habe ich auf Englisch gelesen. Eine deutsche Fassung ist nach meinen Recherchen bisher nicht erschienen.

Die Familie Farrow ist so sehr verwurzelt mit Jasper wie all die anderen alteingesessenen Familien der Kleinstadt Jasper in den Bergen North Carolinas. Man kennt sich und man weiß auch, was hinter den vier Wänden der anderen so vor sich geht. So weiß auch jeder, dass etwas mit den Frauen der Familie Farrow ganz und gar nicht stimmt.

Ein grüner Daumen und ein Fluch

Während die Familie seit Generationen eine finanziell sehr erfolgreiche Blumenfarm betreibt, befällt jede Frau der Familie eine seltsame Erkrankung - oder Fluch, je nachdem, wen man fragt. So wartet auch June darauf, dass sie dasselbe Schicksal wie ihre Vorfahrinnen ereilt. Nachdem sie zugesehen hat, wie ihre Großmutter sich selbst mehr und mehr aufgelöst hat, bemerkt sie selbst erste Anzeichen für den Ausbruch des Fluchs.

Das Cover des Romans "The Unmaking of June Farrow" von Adrienne Young zeigt die stilisierte Darstellung einer Winterlandschaft mit Wald.

Mysterien in der Vergangenheit

Als wäre das nicht genug, erreicht sie nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter ein Brief aus dem Jenseits, der sie auf die Spur ihrer langen verschollenen Mutter ansetzt. Getrieben von Trauer und Verzweiflung folgt sie den Spuren wie Brotkrumen und begibt sich auf der Reise durch eine Tür, die jede Frau der Farrows irgendwann in ihrem Leben einmal öffnen wird. Sie kann nicht glauben, was sie hinter der Tür erwartet.

Spannender Aufhänger mit klassischem Fokus eines Heimatidylls

Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil mich die Idee einer verfluchten Familie (natürlich auch an sich nichts Innovatives) gereizt hat. Leider kommt diese an sich immer wieder solide Grundidee in Kombination mit dem sehr klassischen Setting einer „Friede-Freude-Eierkuchen-Kleinstadt“ mit dunklen Geheimnissen unter dem Teppich. Das Setting ist nicht unpassend, aber trotzdem für mich mittlerweile abgedroschen, zumal die Leichen im Keller immer noch Leichen sind, aber eben nicht so perfide verstümmelt wie bei einem Stephen King.

Grundthema: Wer hätte es gedacht?

Der aufmerksame Lesende und Buchliebhabende erkennt schon am Buchrücken, dass dieses Setting und die Grundidee in der alles entscheidenden Frage gipfeln wird: „Was tun wir nicht alles für die Liebe?“. Tja und das ist auch das Thema des Buchs. Jane hat sich geschworen, die Finger von der Liebe und der Familie zu lassen, obwohl sie sich das wie nichts auf der Welt wünscht. Sie weiß aber auch, dass sie den Fluch an mögliche Kinder vererbt. Ich möchte nicht spoilern, aber man kann sich wohl vorstellen, dass es wegen „des Einen“ alles doch auf einmal ganz anders kommt.

Leselust?

Wenn ihr unseren Blog schon länger verfolgt, kann man sich wahrscheinlich vorstellen, dass ich mit diesem Buch nicht ganz so viel anfangen konnte. Denn während wohl der rote Faden dieser Geschichte die Frage „Wann kriegen sie sich endlich?“ ist, habe ich mir den Kopf über Plotholes und Zeitparadoxen zerbrochen, die natürlich nicht aufgeklärt wurden. Wer aber von Romanzen nicht genug bekommen kann und das leicht mystische Setting einer Kleinstadt in den tiefsten Bergen zu schätzen weiß, der ist mit diesem Buch gar nicht so schlecht bedient. Der Schreibstil ist angenehm und die Erzählung an sich kurzweilig, auch wenn die Beschreibung der landwirtschaftlichen Tätigkeiten hier und da ein bisschen viel für die botanisch weniger interessierte Lesende ist.

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