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Axie Oh - The Girl Who Fell Beneath The Sea
Dieses Buch habe ich auf Englisch gelesen. Es ist aber auch ins Deutsche unter dem Titel „Das Mädchen, das in den Wellen verschwand“ übersetzt worden.
Inhalt
Eine tödliche Legende
In Minas Heimatland wüten seit hundert Jahren jedes Jahr aufs Neue verheerende Stürme, die viele Menschenleben kosten. Die Legende besagt, dass diese erst enden werden, wenn der Meeresgott seine wahre Braut findet. So opfert das Land unerlässlich Jahr für Jahr ein Mädchen im heiratsfähigen Alter der See, in der Hoffnung, die Stürme würden eines Tages enden. Erfolglos.

Eine folgenschwere Entscheidung
Als die Wahl für die diesjährige Braut des Meeresgottes ausgerechnet auf das Mädchen fällt, in das sich Minas Bruder verliebt hat, weiß Mina, dass ihr geliebter Bruder dies nicht verkraften wird. Also schleicht sie sich auf das Boot, mit dem die Braut der See übergeben werden soll und nutzt einen kurzen Moment des Zögerns aus, um sich anstatt der eigentlichen Braut ins Meer zu stürzen.
Ein Reich zwischen Leben und Tod
So verschlägt es Mina in ein magisches Reich, in dem diejenigen Seelen neben Göttern und anderen magischen Geschöpfen ihr Dasein fristen, die nicht den Weg hinauf in den Himmel genommen haben. Hier trifft sie den Meeresgott, gefangen in einem endlosen Schlaf. Die einzige Chance, ihrem Volk zu helfen, besteht darin, den Meeresgott aufzuwecken, aber viel Zeit bleibt Mina dafür nicht, denn für ihre lebendige Seele ist es nicht möglich, lange im Reich der Geister zu verweilen. Und dann gibt es noch die, die alles in ihrer Macht stehende tun, um das Erwachen des Meeresgottes zu verhindern…
Ein koreanisches Märchen
Hand aufs Herz - wer kennt sich mit asiatischen Märchen, Geschichten und Erzählungen aus? Ich jedenfalls nicht. Darum habe ich mich mit großem Interesse in Minas Geschichte gestürzt. Dabei waren die vielfältigen mythischen Kreaturen und das Geisterreich selbst besonders abwechslungsreich und wunderbar fremdartig. Die Geschichte selbst bleibt am Ende des Tages ein Märchen - cozy, einfühlsam, aber nicht wahnsinnig aufregend.
Die Liebe
Auch dieses Märchen dreht sich im Kern um das eine große Thema der Menschheit - die Liebe. Und so sind auch weite Teile dieses Buchs der Entwicklung dieser Verbindung gewidmet. Dies erfolgt auf rein emotionaler Ebene. Körperlichkeit gibt es sehr wenig, was auch an sich seltsam unpassend gewirkt hätte.
Feministisch?
Die Erzählung wird als feministische Neuerzählung angepriesen. Da ich das Original nicht kenne, fehlt mir da der Vergleich. Mina ist jedenfalls eine Figur, die selbstbestimmte Entscheidungen trifft, und die ungerne tut, was Mann ihr sagt. Insofern mag das schon ausreichen. Es ist allerdings nicht so, als würde sich dieses Buch tief mit der Rolle der Frau in traditionellen asiatischen Kulturen auseinandersetzen, oder einmal die Frage aufwerfen, dass Mädchen vielleicht lieber nicht ihr Leben für den Aberglauben ihres Volkes aufgeben möchten. Dazu sind die Zwischentöne des Buchs auch viel zu harmonisch und eine derartige Aufarbeitung hätte wohl auch das „cozy-feeling“ völlig zunichte gemacht.
Empfehlung?
Eine kurzweilige, harmonische Erzählung, die einen in Zuckerwatte wickelt, während man den Kakao an einem ungemütlichen Herbstabend schlürft. Es ist nicht sonderlich aufregend, traurig oder erleuchtend, aber es ist gemütliche Unterhaltung. Wer nach einer emotional oder intellektuell anspruchsvollen Lektüre etwas runterkommen will oder einfach gerne leichte Kost mag, der wird hiermit nichts falsch machen. Nach "Der Wut die bleibt" von Mareike Fallwickl, vielleicht genau das richtige Buch...
Englische Version:
Deutsche Version:
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Janne ist eine leidenschaftliche Leserin, die schon seit ihrer Kindheit Bücher verschlingt. Neben ihrer Liebe zur Literatur hat sie auch ein Faible für Brettspiele, die sie gerne mit ihrem Partner, Alex, spielt.
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