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Moira Buffini – Songlight
Dieses Buch habe ich auf Englisch gelesen. Nach meinen Recherchen gibt es bisher keine deutsche Ausgabe.
Update 01.09.2025: Es gibt nun eine deutsche Ausgabe.
Inhalt
- 1 Es könnte ein Idyll sein
- 2 Sechster Sinn
- 3 Unter Feinden…
- 4 … finden sich manchmal Freunde in der Ferne
- 5 Handmaid’s Tale meets Science-Fiction
- 6 Wo ist die Science in der Fiction?
- 7 Also was macht dieses Buch trotzdem lesenswert?
- 8 Freundschaft und Verbundenheit schlägt klassische Liebesgeschichte
- 9 Weitere Buchempfehlungen
Es könnte ein Idyll sein
Die kleine Küstenstadt Northhaven könnte direkt einem Reiseprospekt entsprungen sein: Sie hat kalkweiße Häuser und Meerblick. Davon sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen. Die Einwohner folgen strikt den Regeln ihrer ideologisch geprägten Regierung, die das gesamte Leben dem Sieg im Krieg mit dem verfeindeten Nachbarland unterordnet.

Sechster Sinn
Eine dieser Regeln besagt, dass Menschen, die über den „Songlight“ verfügen, eine Art sechsten Sinn, durch den sie telepathisch miteinander kommunizieren können, zu melden, einzusperren und letztendlich auszuschalten sind. Solche Personen werden als „Unhuman“ (Unmenschen) bezeichnet.
Unter Feinden…
So ergibt es sich, dass Elsa, die in Northhaven geboren und aufgewachsen ist, in ständiger Gefahr lebt, von den Menschen, die sie ihr ganzes Leben lang kennt, verraten und als „unhuman“ denunziert zu werden. Denn auch bei ihr hat sich das „Songlight“ manifestiert.
… finden sich manchmal Freunde in der Ferne
In ihrer Einsamkeit und Trauer wendet sie sich mit ihrem „Songlight“ in die Ferne und tritt mit einer jungen Frau in Kontakt, die weit entfernt in einer Großstadt dieselbe Not durchleidet wie sie selbst. Es entsteht eine tiefe Freundschaft über Meilen hinweg.
Doch wem können sie in dieser kriegszerstörten, von politischen Machtspielen dominierten Welt trauen, in der jeder nur ums Überleben kämpft? Und wie können sie selbst überleben?
Handmaid’s Tale meets Science-Fiction
Auch wenn der Klappentext hierzu schweigt, ist es wohl noch kein Spoiler, wenn ich an dieser Stelle erwähne, dass die Erzählung starke Parallelen zu „The Handmaid’s Tale“ aufweist. Denn neben der Verfolgung der sogenannten „Unhuman“, diskriminieren die Regeln der fanatischen Regierung natürlich auch Frauen – wen auch sonst? –, die ihr Dasein in eine von drei Kategorien fremdbestimmt verbringen dürfen. Frei in ihren Entscheidungen und in ihrer Lebensgestaltung ist dabei natürlich keine von ihnen.
Wo ist die Science in der Fiction?
Wie schon angedeutet, ist das kein neues Rezept, und auch der Science-Fiction-Faktor ist nicht so groß, dass er darüber hinwegtäuschen könnte. In Northhaven lebt man mit dem technischen Stand des frühen 20. Jahrhunderts. Wirklich futuristisch wird es nur dort, wo „Unhuman“ äußerst effektiv unterdrückt werden.
Also was macht dieses Buch trotzdem lesenswert?
Es bleibt eine kurzweilige Erzählung, die sich nicht lange mit Details aufhält und das Innenleben der unterschiedlichen Charaktere beleuchtet. Dabei erfahren wir nicht die Tiefe und Reflexion, die „Handmaid’s Tale“ bietet, aber das ist hier auch nicht gewollt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung der durchweg jungen Protagonistinnen und darauf, wie sie sich ihren Platz in der Welt erkämpfen. Trotz vorhandener Romanzen steht dabei die tiefe Freundschaft zweier Frauen im Mittelpunkt.
Freundschaft und Verbundenheit schlägt klassische Liebesgeschichte
Es ist genau diese tiefe Freundschaft der beiden Protagonistinnen, die diese Geschichte für mich so lesenswert macht. Zwei Frauen, die sich nie zuvor gesehen haben, am anderen Ende der Welt voneinander leben und dennoch so tief verbunden sind, dass sie alles aufs Spiel setzen, um die jeweils andere zu retten, und dabei über sich selbst hinauswachsen. Gerade auch die Charakterentwicklung der beiden ist der Grund, warum ich die Fortsetzung auf meine Leseliste gesetzt habe.
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Weitere Buchempfehlungen
Janne ist eine leidenschaftliche Leserin, die schon seit ihrer Kindheit Bücher verschlingt. Neben ihrer Liebe zur Literatur hat sie auch ein Faible für Brettspiele, die sie gerne mit ihrem Partner, Alex, spielt.
Auf unserem Blog, nerdwunderland, teilt sie ihre Meinungen, Empfehlungen und Kritiken zu verschiedenen Büchern, die sie gelesen hat. Sie schreibt über alle Genres, von Klassikern bis zu aktuellen Bestsellern, von Fantasy bis zu Sachbüchern. Sie möchte ihre Leser inspirieren, neue Bücher zu entdecken und ihre eigene Leselust zu wecken. Natürlich ist sie immer offen für Anregungen zu neuen Büchern oder Bücherreihen, Fragen und Feedback von ihren Lesern.