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Mary Beard - Zwölf Cäsaren
Bis heute prägen uns Ideen, Geschichten und Bilder aus dem Römischen Reich. „Zwölf Cäsaren” konzentriert sich dabei auf die Alleinherrscher des Römischen Reichs nach dem Untergang der Römischen Republik.
In ihrer Geschichte vermischen sich Realität und Erfindung. Ihr Leben und Wirken gleicht fast schon einem Mythos. Doch was hat ihre Geschichten und Bildnisse trotz des teils schnellen Führungswechsels so lange am Leben erhalten? Warum kennen wir heute noch immer Augustus, Nero, Caligula und Co.? Woher stammt diese Faszination für „mörderische Autokraten”? Und wie hat sich unsere Perspektive in den vergangenen Jahrtausenden gewandelt?
Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich „Zwölf Cäsaren“ und betrachtet dabei kunsthistorisch ausgewählte Kunstwerke bis in die Moderne, die unsere Vorstellung von den vergangenen Autokraten geprägt und am Leben erhalten haben.
Inhalt
Ein Buch über Kunstgeschichte?
Wie ich bereits erwähnt habe, ist mein Verständnis für Kunst im klassischen Sinne - also Malerei, Skulpturen etc. - nicht besonders ausgeprägt. Entsprechend hatte ich zwischenzeitlich Bedenken, ob ich dieses Buch nicht wieder weglegen würde. Ich fasse mich kurz: Das habe ich nicht getan.

Kunst im historischen Kontext
Im Gegenteil, dieses Buch hat mir die Bedeutung künstlerischer Darstellung, insbesondere für unsere Vorstellungen, nähergebracht. Dies ist vor allem dadurch gelungen, dass Kunstwerke zur Beantwortung historischer Fragestellungen herangezogen wurden. So hilft beispielsweise die Darstellung auf einer Münze oder die Skizze eines Malers dabei, die Frage zu beantworten, wie die Cäsaren wirklich aussahen bzw. wie sie gesehen werden wollten.
Spannende Fakten
Auch wenn das Buch viele Fragen offenlässt, fühle ich mich nach der Lektüre um einige spannende Fakten reicher. Sei es die Geschichte rund um das Gesicht von Vitellius oder die wiederholten Fehlidentifizierungen der einzelnen Cäsaren (sogar unter Historikern), weil sie sich zeitweise als zu uniform darstellten - das Buch war für mich voller unbekannter Fakten.
Leseempfehlung?
Ich habe das Buch erstaunlich schnell durchgelesen. Das lag einerseits daran, dass mich das Thema zu fesseln wusste, andererseits aber auch am sehr angenehmen Schreibstil. Dabei schlägt das Buch immer wieder den Bogen zu aktuellen Darstellungen und Vorstellungen von römischen Cäsaren, sodass den Lesern anschaulich vor Augen geführt wird, wie sehr sie selbst oft ganz unbewusst von den Kunstwerken längst vergangener Künstler geprägt wurden.
Wer also Nahrung für seine grauen Zellen sucht und es einmal mit Kunstgeschichte versuchen möchte, dem kann ich „Zwölf Cäsaren” ans Herz legen.
Englische Version:
Deutsche Version:
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Janne ist eine leidenschaftliche Leserin, die schon seit ihrer Kindheit Bücher verschlingt. Neben ihrer Liebe zur Literatur hat sie auch ein Faible für Brettspiele, die sie gerne mit ihrem Partner, Alex, spielt.
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