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Colleen Cambridge - Die drei Tage Mordgesellschaft
Die englische Version existiert unter "Murder at Mallowan Hall".
In Mallowan Hall - ein Anwesen in den Hügeln von Devonshire - herrscht reges Treiben, denn die Hausherrin hat sich einige liebe Freunde eingeladen. Die Hausherrin ist niemand Geringeres als die berühmte Schriftstellerin von Detektivgeschichte: Agatha Christie. Umso passender erscheint es, dass ausgerechnet am ersten Morgen der Feierlichkeiten ein Toter in der Bibliothek des Anwesens aufgefunden wird.
Inhalt
Mord in einem Haus voller Hobbydetektive
Wie gut, dass Phyllida Bright, die energische und etwas unkonventionelle Haushälterin von Mallowan Hall, sehr gut weiß, wie man damit umzugehen hat. Schließlich kennt sie die Bücher ihrer Hausherrin in und auswendig und weiß zudem auch, dass es die berühmte Krimibuchautorin um jeden Preis vorziehen würde, wenn jegliches Aufsehen vermieden würde.

Hercule Poirot zum Vorbild
Kurzerhand entscheidet sie, dass die Herangehensweise der Polizei zu umständlich und langwierig ist, um zu einem schnellen Ergebnis zu führen, und begibt sich selbst mit geschultem Blick auf die Spuren des Mörders. Sie ahnt noch nicht, mit welchen Folgen…
Britisch, gemütlich und schlagfertig
Das Genre des „Cozy Crimes“ erfreut sich größter Beliebtheit und ich muss gestehen, dass ich schon wieder dazu gegriffen haben, auch wenn das Erfolgsrezept wenig Varianz bereithält. Muss es das? Nun, nicht wirklich. Jedenfalls begeben wir uns wieder in eine britische Kleinstadt und wieder ermittelt jemand, von dem wir es nicht erwartet hätten: die Haushälterin. Nun zugegeben, ist Phyllida Bright in vielerlei Hinsicht keine gewöhnliche Haushälterin. Jedenfalls zieht sie im Haus geschickt die Strippen und setzt diese Fähigkeit bald auch mit derselben Finesse bei den ermittelnden Polizisten ein. Dass es ihr am Ende natürlich gelingt, den Mord aufzuklären, dürfte wohl auch nicht zu viel verraten sein.
Warum eigentlich Agatha Christie?
Wer „Cozy Crimes“ mag, der wird auch hiervon nicht enttäuscht. Es ist das bekannte Setting, es sind etwas schrullig bis schräge Charaktere, es ist alles etwas britisch. Das Einzige, was mich bei der Lektüre zunehmend fragend zurückließ, ist das Auftauchen von Agatha Christie. Anfangs hatte ich mich auf eine größere Relevanz eingestellt, aber die Wahrheit ist: Phyllida Bright hätte genauso gut für jede andere Hausherrin tätig sein können. Einen Unterschied, ob sie nun für die Schöpferin von Hercule Poirot arbeitet oder einfach nur eine auf die Krimigeschichten der berühmten Autorin versessene Haushälterin ist, macht es für die Handlung gerade nicht. Eher ist es so, dass man die ganze Zeit auf den Moment wartet, wo es zu einer erzählerischen Enthüllung kommt - z.B. hinsichtlich des Verschwindens von Agatha Christie - aber dazu kommt es nicht. Andeutung gibt es allerdings schon.
Also?
Die Andeutungen tun dem Buch keinen Abbruch, erweitern es aber auch nicht auf irgendeiner Ebene. Das Genre „Cozy Crime“ wird hier bedient wie in vielen anderen Büchern dieser Art auch. Das Rad neu erfunden wird allerdings auch nicht. Ein Buch für ein paar nette Stunden, kein „Must-Read“, aber auch kein Aufreger. Wer noch nicht genug hat von britischen Kriminalgeschichten, die nicht allzu aufregend sind, der wird hiermit nichts falsch machen.
Englische Version:
Deutsche Version:
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