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Emma Southon - A Fatal Thing Happened on the Way to the Forum
Dieses Buch habe ich auf Englisch gelesen. Meine Kurzrecherche hat ergeben, dass derzeit keine deutsche Übersetzung erhältlich ist.
Wir können es nicht leugnen: Geschichten rund um Mord und Totschlag haben immer schon fasziniert. So ist es nicht verwunderlich, dass uns auch gerade jene Anekdoten und Quintessenzen der Geschichte aus dem antiken Rom mit Bezug zu Tötungsdelikten besonders gut im Gedächtnis bleiben.
Inhalt
Wie ein roter Faden
Das Thema zieht sich durch die römische Geschichte, angefangen bei der Gründungslegende, wo Romulus seinen Bruder Remus zur Stadtgründung tötet. Cäsar, der zur Rettung der Republik ein spektakuläres und viel beschriebenes Ende findet, Caligulas Tod im Theater und Claudius vergiftet im Theater… Die Liste ist endlos.

Bedeutung in Rom?
Aus heutiger Perspektive schwer vorstellbar, dass Mord so alltäglich gewesen sein soll. Grund genug, um einmal zu hinterfragen: Was bedeutete Mord im antiken Rom eigentlich, und welchen kulturellen und juristischen Stellenwert nahm die Tötung eines Menschen überhaupt ein?
Kein klassisches Geschichtsbuch
Weil ich es nicht oft genug erwähnen kann, obwohl ich nicht das erste mal ein Buch von Emma Southon lese: Dies ist kein klassisches Geschichtsbuch, wie man es sich vorstellen möge. Emma Southon schreibt so, als würde sie euch am Stammtisch die römische Geschichte näherbringen. Sie kommentiert, sie scherzt und sie zieht römisches Verhalten mit herrlichem Sarkasmus in die gegenwärtige Perspektive. Ich liebe es, das muss aber nicht jedem so gehen. Sie zerpflückt Mythen und analysiert römische Geschichtsschreibung auf ihren Wahrheitsgehalt, um sich dem „echten“ Rom anzunähern.
Anekdoten
Besonders unterhaltsam und gleichzeitig lehrreich erscheint mir dabei insbesondere der häufige Rückgriff auf Anekdoten aus dem antiken Rom, die einem so nicht unbedingt geläufig sind, selbst wenn man nicht das erste Mal Kontakt mit Cicero, Cäsar und Co bekommt. Anhand dieser Anekdoten und Erzählungen nähern wir uns Schritt für Schritt dem Kern der Fragestellung: Was bedeutete Mord im antiken Rom? Und diese Frage ist eine ausgesprochen spannende, denn damals sah man die Dinge ein bisschen anders.
Unterhaltsam, lehrreich und lustig
Wie eingangs gesagt, ich bin begeisterte Leserin der Werke von Emma Southon und deswegen braucht man mich nicht erst überzeugen, wenn ich eines ihrer Bücher aufschlage. Wer außer mir damit Leben kann, dass Geschichtsbücher weniger sachlich sind und Cicero auch einmal beleidigt wird - verdientermaßen -, für den kann auch dieses Buch viel bereithalten. Es verfolgt auf unnachahmliche Weise eine spannende Fragestellung und durchleuchtet unser Verständnis von Mord und Totschlag im Kontrast zu dem der Römer. Nebenbei lernt man noch ein paar neue Geschichten aus dem antiken Rom kennen, die man so noch nicht gehört hat.
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Janne ist eine leidenschaftliche Leserin, die schon seit ihrer Kindheit Bücher verschlingt. Neben ihrer Liebe zur Literatur hat sie auch ein Faible für Brettspiele, die sie gerne mit ihrem Partner, Alex, spielt.
Auf unserem Blog, nerdwunderland, teilt sie ihre Meinungen, Empfehlungen und Kritiken zu verschiedenen Büchern, die sie gelesen hat. Sie schreibt über alle Genres, von Klassikern bis zu aktuellen Bestsellern, von Fantasy bis zu Sachbüchern. Sie möchte ihre Leser inspirieren, neue Bücher zu entdecken und ihre eigene Leselust zu wecken. Natürlich ist sie immer offen für Anregungen zu neuen Büchern oder Bücherreihen, Fragen und Feedback von ihren Lesern.